Feuerwehr Ratingen
31.12.08/01.01.09 Jahreswechsel

Ratingen, Stadtgebiet, 31.12.08/01.01.09

Alles andere als ruhig verlief der Jahreswechsel für die Kräfte der Feuerwehr Ratingen. Pausenlos waren die Frauen und Männer des Rettungsdienstes und des Brandschutzes im Einsatz um in Not geratenen Personen Hilfe zu leisten.

Bereits am 31.12.08 um 13.00 Uhr rückten zwei Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr zur Brandenburger Straße in Ratingen-West aus, um den Inhalt eines brennenden Altkleidercontainers zu löschen. Zu diesem Zweck musste der Container gewaltsam geöffnet werden.

Um 14.35 Uhr wurde ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person von der BAB 3 gemeldet. Der Unfall war auf Duisburger Einsatzgebiet und Rettungskräfte befanden sich bereits vor Ort, so dass die alarmierten Einheiten des Löschzuges Hösel/Eggerscheidt und der Berufsfeuerwehr ihren Einsatz abbrechen konnten.

Eine brennende Hecke durch einen Feuerwerkskörper an der Karl-Loewe-Straße in Ratingen-Lintorf sorgte kurze Zeit später für den nächsten Einsatz der Feuerwehr. Die Kräfte des Löschzuges Ratingen-Lintorf fanden eine auf ca. 15 Meter lichterloh brennende Hecke vor, der Brand drohte sich auf ein angrenzendes Gebäude auszudehnen. Mit einem C-Rohr konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Verursacher wurden durch die Polizei ermittelt.

Nur wenig später, um 18.33 Uhr, brannte in einer Wohnung an der Bergiusstraße in Ratingen-West ein Trockner in einer Wohnung im sechsten Obergeschoß. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Standortes Ratingen-Tiefenbroich löschten den Brand unter Atemschutz mit einem Kleinlöschgerät. Anschließend wurde der Wäschetrockner ins Freie gebracht und die Wohnung entraucht. Die Einsatzstelle wurde der Mieterin übergeben.

Eine ausgelöste Brandmeldeanlage in Ratingen-Breitscheid, An der Pönt, alarmierte um 20.09 Uhr die Berufsfeuerwehr und den Standort Ratingen-Breitscheid. Grund hierfür war Wasserdampf aus einer provisorischen Küche. Die Veranstaltung konnte nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt werden.

Von dieser Einsatzstelle aus ging es für die Kräfte direkt zu einem gemeldeten Wohnungsbrand in die Dieselstraße nach Ratingen-West. Um 20.56 Uhr entdeckte eine Anwohnerin von einem Fenster ihrer Wohnung aus eine starke Rauchentwicklung und alarmierte über Notruf die Feuerwehr. Die gemeldetet Rauchentwicklung entpuppte sich nach Kontrolle als große Wasserdampfwolken aus einer Heizungsanlage. Glücklicherweise handelte es sich um einen Fehlalarm, die Einsatzkräfte aus Ratingen-Tiefenbroich und der Berufsfeuerwehr konnten wieder in die Wachen zurückkehren.

Kurz nach dem Jahreswechsel ging es dann Schlag auf Schlag!

Um 00.27 Uhr brannte an der Berliner Straße in Ratingen-West ein Müllbehälter, der von einem Löschfahrzeug aber schnell mit einem C-Rohr unter Kontrolle gebracht wurde.

Um 00.30 Uhr und um 00.38 Uhr wurden Balkonbrände aus der Breslauer Straße und der Max-Planck-Straße in Ratingen-West gemeldet. Die alarmierten Einheiten der Berufsfeuerwehr, aus Tiefenbroich und Ratingen-Mitte konnten durch ihren schnellen Einsatz weiteren Schaden verhindern.

Noch während der Löscharbeiten wurde ein Brand in einem Hochhaus an der Jenaer Straße gemeldet. Die Einsatzleitung beorderte daraufhin die bereits freien Kräfte an den neuen Brandort. Aus dem siebten und dem zehnten Obergeschoß schlugen beim Eintreffen der ersten Kräfte helle Flammen, der Brand in der siebten Etage griff bereits auf die Wohnung über. Umgehend wurde ein Löschangriff über zwei Drehleitern unter Atemschutz mit jeweils einem C-Rohr eingeleitet. Aus einer Wohung mussten zwei Personen mit Fluchthauben vor der Rauchentwicklung gerettet werden. Die Personen kamen bei Nachbarn unter und wurden während der Löscharbeiten vom Rettungsdienst betreut. Weitere Bewohner kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Im Einsatz waren Einheiten aus Tiefenbroich, Mitte, Lintorf, Breitscheid und ein Tanklöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr.

Noch während des Großeinsatzes an der Jenaer Straße gingen an der Holbeinstraße und der August-Bagel-Straße Müllcontainer in Flammen auf. Die beiden hierhin beorderten Löschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr und des Standortes Ratingen-Homberg mussten jeweils ein C-Rohr zur Brandbekämpfung vornehmen.

Ein weiterer dramatischer Einsatz rief die Feuerwehr um 07.37 Uhr an die Raiffeisenstraße in Ratingen-Süd. Eine ca. 20jährige männliche Person war aus bislang ungeklärter Ursache von einer S-Bahn überrollt und schwerst verletzt worden. Bei dem Unfall wurde ihm das rechte Bein abgetrennt, sowie das linke Bein und der Arm zerschmettert. Bei klirrender Kälte wurde der junge Mann durch eine Notärztin erstversorgt und dann in einer aufwändigen und schwierigen Rettungsaktion von dem acht Meter höher liegenden Bahndamm über die steile Böschung zum Rettungswagen gebracht. Mit Notarztbegleitung lieferte der Rettungswagen den Schwerstverletzten in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Duisburg ein. Mit Hilfe der inzwischen nachgerückten, ablösenden Wachschicht konnte die abgetrennte Gliedmaße nach kurzer Suche im Bahndamm gefunden und zum Replantationsversuch in die Klinik nachgebracht werden. Über den Gesundheitszustand kann derzeit von Seiten der Feuerwehr aus keine Angabe gemacht werden.

Der Rettungsdienst wurde ingesamt zu 53 Einsätzen gerufen, in acht Fällen musste ein Notarzt tätig werden. Zwei Einsätze wurden durch Feuerwerkskörper hervor gerufen, bei vielen anderen war Alkohol im Spiel. (jn)

Fotos: Feuerwehr Ratingen

Kleingarage, Karl-Loewe-Straße, Ratingen-Lintorf







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Keller/Zimmer/Wohnung, Bergiusstraße, Ratingen-West




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Keller/Zimmer/Wohnung, Max-Planck-Straße, Ratingen-West





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Hochhaus, Jenaer Straße, Ratingen-West









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Person unter Zug, Raiffeisenstraße, Ratingen-Süd






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