Im wahrsten Sinne des Wortes wurde die Feuerwehr Ratingen zu einem Wohnungsbrand direkt gegenüber der Feuerwache gerufen. Durch lautes Rufen machte sich ein Mieter einer Wohnung in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus, Kaiserswerther Str., dessen Fenster sich direkt gegenüber der Feuerwache befinden, bei der Feuerwehr bemerkbar. Der diensthabende Disponent in der Einsatzzentrale sah den Rauch und alarmierte seine Kollegen. In der Zwischendecke einer Wohnung im 2. OG breitete sich unbermerkt ein Feuer aus. An einer Stelle hatte sich das Feuer bereits bis zu einem halben Meter des Fußbodens dieser Wohnung ausgebreitet. Die Feuerwehr mußte die gesamte Zwischendecke einreißen und immer wieder Glutnester ablöschen. Hierdurch wurde die Wohnung stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Wohnungen bzw. Büro´s im 1. OG mußten vor dem abfließenden Löschwasser geschützt werden. Mit zwei Drehleitern wurde das Feuer von der Lintorfer Straße und von der Kaiserswerther Straße aus bekämpft. Insgesamt mußten 3 Strahlrohre eingesetzt werden. Alle Bewohner konnten sich selbständig ins sichere Freie retten. Die Feuerwehr rettete eine Katze. Eine Person sowie ein Feuerwehrmann wurden mit Verdacht einer Rauchgasintoxikation ins St. Marienkrankenhaus Ratingen transportiert. Die Feuerwehr rückte mit insgesamt 56 Einsatzkräften aus Ratingen-Mitte, Tiefenbroich, Lintorf und Breitscheid aus. Die vom Brand betroffenen Wohnungen können zur Zeit nicht genutzt werden. Alle Bewohner kommen jedoch bei Verwandten unter.
Die Nachlöscharbeiten an dem in Brand geratenen Gebäude zogen sich bis gegen 00:40 Uhr hin. Bis um 08.00 Uhr des 20.01.09 wurde die Brandstelle regelmäßig durch die Feuerwehr kontrolliert.
An Führungskräften hat es bei diesem Einsatz nicht gemangelt. Diese befanden sich im Lehrsaal der Feuer- und Rettungswache zu einer Fortbildung für Großschadenslagen.