Feuerwehr Ratingen
24.07.10 Überörtlicher Einsatz, Love Parade, Duisburg

Duisburg, Ehemaliger Güterbahnhof, 08:00 Uhr, 24.07.10

Im Rahmen der Vorbereitungen zur heutigen Loveparade hatte die Stadt Duisburg schon im Vorfeld um Unterstützung durch die Feuerwehr Ratingen mit ihrem Einsatzleitwagen und dem entsprechenden Personal der Führungsgruppe sowie des Informations- und Kommunikationszuges gebeten. Am 24.07.2010 rückte die 15 Mann starke Besatzung bereits um 08:00 Uhr zum Veranstaltungsgelände auf dem ehemaligen Güterbahnhof aus. Zusammen mit den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Köln und des Malteser Hilfsdienstes Würzburg bildete die Ratingen Einheit die Führungsstruktur für eine rettungsdienstliche Versorgung des Veranstaltungsgeländes. Die vorgeplante Aufgabe für das Ratinger Team war die autarke Einsatzabschnittsleitung bei einer Eskalation auf dem Veranstaltungsgelände. Für diese Aufgabe hatten die eingesetzten Kräfte schon Erfahrungen bei der Loveparade in Essen sowie auch in Dortmund machen können, bei denen auch schon der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Ratingen zum Einsatz kam. Um 17:29 Uhr eskalierte bekanntlicherweise die Lage auf den Zuwegungen zum LoPa-Gelände. Mit dem Unglück kam dann auch der Einsatzleitwagen Ratingen zum Einsatz. Zusammen mit der Einsatzleitung der Feuerwehr Duisburg wurden gezielt Rettungskräfte an die Schadenslage herangeführt und koordiniert. Nicht nur die Einsatzkräfte im Einsatzleitwagen mussten miterleben wie Menschen zu Tode kamen oder schwer verletzt wurden. Insbesondere die vor Ort tätigen Helfer wurden einer erheblichen Belastung ausgesetzt und überschritten vielfach ihre Belastungsgrenzen. Durch eine vorausschauende und detaillierte Vorplanung auf Landesebene konnten ausreichend Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes sowie auch Notfallseelsorger nach- und hinzu alarmiert werden, so dass die belasteten Helfer auch ausreichend von Ihren Aufgaben entbunden werden konnten und die Veranstaltung weiterhin mit ausreichenden Helfern unterstützt werden konnte. Auch die Feuerwehr Ratingen plante vor und somit konnten weitere Führungskräfte um 17:30 in den Einsatz gebracht werden um der umfangreichen Aufgabe gerecht werden zu können. Um 24:00 Uhr konnten weitere 10 Angehörige der Führungsgruppe und des IuK-Zuges die seit 16 Stunden im Dienst befindlichen Kollegen ablösen. Der Einsatz konnte um 02:00 Uhr vor Ort abgeschlossen werden. (T. Schams)

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