Feuerwehr Ratingen
IuK-Zug

Allgemeine Informationen zur IuK Ratingen


Die Mitglieder des IuK-Zugs vor dem ELW 2 und neuen ELW 1


Der IuK-Zug (Informations- und Kommunikationszug) wurde nach verschiedenen Großeinsätzen, an denen die Führungsgruppe als Einsatzleitung mit eingesetzt war, als taktische Unterstützung im Mai 2000 gegründet. Während es sich im Zeitraum von der Gründung bis Ende 2007 offiziell um die "IuK-Gruppe" handelte, wurde aus der Gruppe mittlerweile der "IuK-Zug"; Grund hierfür ist u.a. die personelle Erweiterung und auch Erneuerung des internen Aufbaus.

Der Zug besteht zur Zeit aus etwa 20 Mitgliedern, die neben ihrer Tätigkeit im IuK-Zug sowohl bei der Berufsfeuerwehr Ratingen als auch in den einzelnen Löschzügen (Mitte, Tiefenbroich, Lintorf, Breitscheid sowie Homberg und Hösel) aktiv sind. Der IuK-Zug gliedert sich intern nochmals in zwei Gruppen. Während sich die eine Grupppe hauptsächlich mit der vorhandenen Technik des ELW 2 und der Einsatzzentrale beschäftigt, liegt das Augenmerk der zweiten Gruppe auf der Stabsarbeit und den anfallenden Arbeitsabläufen im Einsatzfall.

Unter Mitglieder des IuK-Zuges stellen sich die einzelnen Angehörigen mit Bild vor. Wer hier noch mit einem "schwarzen Fleck" angezeigt wird, ist entweder noch nicht fotografiert worden oder möchte nicht, dass sein Bild veröffentlicht wird.

Geführt wird der IuK-Zug von Martin Schlepütz sowie Dirk Winskowski als Stellvertreter. Standort ist die Hauptfeuerwache Ratingen Mitte, wo neben dem IuK-Zug ebenfalls die Berufsfeuerwehr mit der Wachabteilung 1 und 2, der ABC-Zug sowie die freiwilligen Löschzügen 1 und 2 ihren Standort haben.




Die Aufgaben des IuK-Zuges sind die logistische und fernmeldetechnische Unterstützung der Einsatzleitung (A-Dienst, B-Dienst, C-Dienst, Führungsgruppe, stabsmäßige Einsatzleitung mit S1 – S6).

Hierzu zählt neben dem Bereitstellen geeigneter Kommunikationswege und –mittel (bspw. Telefon, Fax, Funk) auch das Betreiben dieser Kommunikationseinrichtungen, z. B. als Bote, Fernmelder (Telefon, Fax, Funk) oder Einsatztagebuchführer.

Auch Aufgaben wie z.B. die Registrierung von am Geschehen betroffenen Personen, die Erfassung und Berechnung der vorhandenen Einsatzstärken sowie die Koordination von angeforderten Einsatzmitteln (Schaummittel, Betriebsstoffe, Sonderfahrzeuge, ...) gehören mittlerweile zu den Standardaufgaben des IuK-Zuges. Des Weiteren wird der IuK-Zug auch in Fällen, in denen die Bevölkerung aufgrund eines Einsatzgeschehens gewarnt werden muss, alarmiert. Dafür stehen in erster Linie vier MTW (2 x Standort Mitte, 1 x Standort Breitscheid und 1 x Standort Lintorf) zur Verfügung, die für einen solchen Einsatz entsprechend gerüstet sind.

Als Fahrzeug steht dem IuK-Zug ein ELW 2 zur Verfügung welcher auf der Hauptwache seinen Standort hat.




Damit im Einsatzfall ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden kann führen die IuK-Mitglieder regelmäßig Übungsabende zu den verschiedenen Themen und unterschiedlichsten Schwerpunkten durch. Nähere Infos hierzu haben wir unter Aus-und Fortbildung sowie unter Aktivitäten eingestellt.

Somit sind die Zusammenarbeit mit der Führungsgruppe und allen eingesetzten Kräften bei großen oder vielen kurz aufeinander folgenden Einsätzen (z.B.Wasser-/Sturmschäden) sowie die überörtliche Hilfe im Kreis Mettmann, wozu der IuK-Zug bereits zur Betreibung des ELW 2 bei einem Großbrand sowie zur Warnung der Bevölkerung überörtlich angefordet wurden, ein Schwerpunkt der Aufgaben und Tätigkeiten des IuK-Zuges.

Seit Mai 2001 ist der IuK-Zug mit einer eigenen Alarmierungsschleife ausgestattet. Die Alarmierung erfolgt gemäß AAO durch die Kreisleitstelle Mettmann oder die Fernmeldezentrale der Feuerwehr Ratingen. Auch auf Weisung der Einsatzführungsdienste A und B erfolgt im Bedarfsfall ein Einsatz des IuK-Zugs.
Im Rahmen von aktuellen Änderungen bei der AAO erfolgt seit 2008 grundsätzlich die Alarmierung des IuK-Zuges zusammen mit dem ELW 2 und der Führungsgruppe. Somit kann beispielsweise speziell bei überörtlichen Hilfeleistungen nicht nur die Kommunikation entsprechend sichergestellt, sondern auch die bereits bestehende Einsatzleitung seitens der Führungsgruppe unterstützt werden.

Im Kreis Mettmann gibt es neben dem IuK-Zug der Feuerwehr Ratingen weitere IuK-Einheiten bei den Feuerwehren Hilden und Velbert, die ebenfalls außerhalb der Stadtgrenzen eingesetzt werden. Somit stehen den 10 Feuerwehren im Kreis Mettmann drei IuK-Einheiten zur logistischen und fernmeldetechnischen Unterstützung der Einsatzleitung zur Verfügung. Bei entsprechender Größe eines Schadensereignisses werden alle IuK-Einheiten auch zusammen an einer Einsatzstelle eingesetzt, beispielweise bei einem Massenanfall von Verletzten (MANV).





Bilder Stefan Korb

Autor: Jens Dietl